Island – grün grau blau…

Mittlerweile hat sich Island ja zu einem richtigen Touristenmekka entwickelt. In Fotografenkreisen, habe ich das Gefühl, gehört es fast schon zum guten Ton, mal in Island gewesen zu sein. Ich kann es keinem verübeln: Es ist genau so toll, wie es auf den Bildern und in den Reiseführern aussieht oder sogar noch besser. Noch besser vor allem deshalb, weil es wirklich an jeder Ecke Naturspektakel zu sehen gibt, die in den meisten Reiseführern gar keine Erwähnung finden. Leider hatten wir sehr großes Pech mit dem Wetter, es war oft grau und extrem neblig.

Wir haben uns für eine Umrundung der Insel entschieden. Besonders gefallen hat es mir auf einem Hof in der Nähe von Akureyri. Dort haben wir in einem winzigen Zimmer übernachtet, aber es gab eine Kochgelegenheit und vor dem Fenster standen immer jede Menge Pferde, die uns dann zugeguckt haben. Auch richtig schön war es im Wilderness Center, das mitten in der Natur lag und besonders schön eingerichtet war mit alten und volkstümlichen Dingen.

Die Landschaft haut einen einfach um. Die Farben sind so intensiv und so saftig. Grün, braun, blau, grau. Alles fließt, brodelt, blubbert. Man hat das Gefühl, dass die Natur lebt und einem das auch mitteilen möchte. Und auch wenn es vielerorts eben touristisch überlaufen ist, so gibt es immer noch genügend Plätze, an denen man so gut wie alleine ist.